Armeno

Unterhalb des Mottarone, eingerahmt von viel Natur und sehenswerten Weilern (z.B. Cheggino), die noch Häuser aus dem Mittelalter beherbergen, liegt Armeno. Die Gemeinde hat sich mittlerweile als Wander- und Mountainbikezentrum einen Namen gemacht. Zahlreiche Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden starten hier. Der Ort selbst wird um das Jahr 1000 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, sein damaliger Name war ‚Armignus‘. Viele Funde aus römischer und gallischer Zeit bezeugen die lange Geschichte des Ortes, der ehemals einer der bedeutendsten am See war. Wichtigstes Bauwerk der Gemeinde Armeno ist die Pfarrkirche Santa Maria Assunta an der Straße nach Miasino, deren auffällig romanischer Stil typisch für diese Region ist. Bekannt wurde Armeno allerdings auch durch viele berühmte Hotelchefs, die hier im Ort und in der Umgebung ausgebildet wurden, bevor sie später in aller Herren Länder ihre Profession zur Berühmtheit brachten.

Das örtliche Museum für Hotel- und Gastronomie-Kultur berichtet von interessanten Geschichten und Lebensläufen. Im hübschen Ortskern mit Rathaus (Toiletten links!) befinden sich ein größeres Lebensmittelgeschäft, eine Post und ein paar kleine italienische Bars. Im nördlichen Teil des Ortes, der in Richtung Mottarone sanft ansteigt, stehen einige historische Gebäude. Die anschließende Bergstraße führt in vielen Kehren auf den Mottarone, wo viele Fahrradfahrer ihr tägliches Training absolvieren. Südlich des Hauptplatzes führt eine idyllische Fußgängerallee vorbei an einer schönen Villa zur Pfarrkirche Maria. Armeno ist ein lebendiges kulturreiches Bergdorf, das sich auch auf Wanderpfaden von Pettenasco aus zu Fuß erreichen lässt. Startpunkt ist unterhalb des Eisenbahnviadukts. Im Herbst (Oktober) findet jedes Jahr die Leistungsschau der regionalen Bauern rund um den Mottarone statt. Auf der ‚Mostra Zootonica della Razza Bruna Alpina‘ (kurz: Braunvieh-Ausstellung) werden die schönsten Tiere prämiert. Die Veranstaltung fungiert natürlich auch als Viehmarkt.