Baden am Ortasee

‚Im Sommer kann sich das Wasser schon einmal grün verfärben, von den Algen, wenn es sehr sehr warm ist‘, erzählt Marco, unser Fewo-Vermieter aus Vacciago. Zum Glück ist es in diesem Jahr nicht so; die Temperaturen sind sehr hoch und das Wasser ist von einer Klarheit, die man von keinem anderen norditalienischen See kennt. Darin einzutauchen ist ein Traum und am Ortasee einzigartig.

Orta San Giulio: Baden am Orta Beach (1) , ca. 250 m nördlich vor dem Kreisel beim Hotel Villa Crespi herrscht Mainstream; man macht nichts falsch, Beachbar, Restaurant, Strandmuschel (Liegestuhl und Schirm) und Liegewiese lassen keine Wünsche offen. Trotzdem hat der ‚Lido‘ einiges seiner Ursprünglichkeit verloren. Einen Drink, eine Tretboottour oder einen Trip mit dem Waveboard bekommt man hier ohne Schulterzucken, alles perfetto!!! Si, bravo und das ist es auch: selbst Anfang August ist es hier nie überfüllt, der Gastronom versteht sein Geschäft, es gibt Toiletten, und der Eintritt ist kostenlos! Das Restaurant ist montags auch in der HS geschlossen. INFO | Luci sul Lago Via Domodossola, Orta San Giulio; www.lucisullago.com.

Ortello (2) ist ein kleiner Ortsteil unterhalb des Hotels Villa Crespi; folgt man der linken Abzweigung zum südlichen Ortsteil Ortas, fällt linkerhand eine Hotel-Ruine auf: rechtliche und finanzielle Probleme stoppten den Bau eines 4-Sterne-Hotels recht abrupt, und so dümpelt das ursprünglich modern anmutende Gasthaus doch eher gruselig – oberhalb eines kleinen, aber süßen Strandabschnitts – dahin. Erwartet werden darf nicht zuviel, Toiletten gibt es und einen Steg. Für eine rasche Abkühlung geeignet, mehr aber auch nicht. Interessant ist der Uferweg, der hier in Richtung Orta beginnt und vielen verborgen bleibt, die den Abstieg zum See nicht in Angriff genommen haben. Einige, vorzeigbare Villen verbergen sich unterwgs hinter hohen Mauern, man nennt diese Lage wohl einen Hauptgewinn, die Bewunderung ist groß.

Weiter geht es ins Zentrum von Orta, sehenswerte und einladende Restaurants folgen, und die meisten Leute erliegen deren Charme! Nach dem Hotel San Rocco geht es zurück zum Uferweg (3) (lungolago), der wirklich direkt am See verläuft. Zahlreiche Stege und Treppen werden zum Baden genutzt, ob es sich um die Besitzer oder um Touristen handelt, das ist nicht zu ermitteln. Alle 50 m kann man in das klare und erfrischende Nass eintauchen – wenn man will.

Etwas außerhalb und nicht jedermanns Geschmack: Spaggia Miami (4) beim gleichnamigen Campingplatz; das Hotel Fontaine Blue vervollständigt die Szenerie. Der Strand wurde allerdings mit Sand aufgeschüttet, die Liegestühle und Schirme erinnern an die Riviera; der Kiosk ist ganz gut organisiert, Drinks, Cafe und kleine Speisen werden angeboten; www.spiaggiamiami.com. Direkt daneben liegt ein kleiner kommunaler, also frei zugängliche Strand (5); wenig Schatten und in der HS sehr voll.

Pettenasco: Den Anfang macht der Kiesstrand nördlich des Hotels Approdo (6) ; nur wenige Parkplätze vor dem Hotel; das Wasser und die Sitzbänke rund um die große ‚Steinschleuder‘ sind zumindest ‚interessant‘. Der nächste öffentliche Strand befindet sich hinter dem Campingplatz, rund um den Zufluss eines Gebirgsbaches gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten (7), Picknicktische und mehr. Der offizielle ‚Lido‘ (8) befindet sich hinter der Bar Dolphin. Am Schiffsanleger (9) baden die Einheimischen, in der Folge bis zum Hotel Riviera immer wieder kleine Grünzonen mit Treppen in den See; nichts Aufregendes, aber zum Abkühlen mehr als geeignet.

Gozzano/Lagna: Am südlichen Ende des Sees hat sich der Lido di Gozzano (10) etabliert; Liegestühle und Schirme sind für den ganzen /halben Tag zu mieten, es gibt eine nette Bar mit Restaurant. Kinderbereich, Sprungturm etc. sind vorhanden; wenig Wiesenfläche! Direkt daneben befindet sich ein sehr kleiner öffentlicher Strand mit schönem Steg (11), wie an so vielen Stellen rund um den See. Vom westlichen Ende der Badeanlage beginnt der schöne, schattige und empfehlenswerte Uferweg hinüber nach Lagna; zwischendurch mehrere Einkehr- und Badegelegenheiten, besonders kurz vor Lagna mit schönem Badesteg (12); Weglänge: ca. 1 h). In Pella gibt es einen kleinen schmalen Strandstreifen entlang der Uferstraße (13) und die Badestelle beim Campingplatz (14): über die Sticstraße vor dem Yachtclub läuft man bis zum See hinunter; schöner Blick auf die Seemitte! In Ronco (14) und Oira (15) nur wenige öffentliche Seezugänge (aber vorhanden!). Omegna bietet eigentlich nur am südwestlichen Ortsende eine Bademöglichkeit rund um das Freibad (16); dieses ist allerdings in die Jahre gekommen.