Madonna del Sasso

Der Gemeindeverbund Madonna del Sasso wurde 1928 gegründet und ist nach der gleichnamigen Wallfahrtskirche in der Fraktion Boleto benannt. Am Standort der überaus exponiert errichteten Kirche, einem Felsen, fand sich ursprünglich eine Kapelle. Der Anlass für den Bau war eine recht kompliziert klingende Geschichte, in der es um eine Frau gegangen sein soll. Was genau damals passiert ist, ist heute umstritten – eine Version besagt, dass die Dame die Angriffe ihres gehörnten Ehemanns überlebt habe, eine andere, dass sie sich (aus Schuldgefühl?) selbst in den Abgrund gestürzt hat.

Die kleinen, malerisch in die Hügellandschaft eingebetteten Dörfer sind wunderschön. Das ganze Panorama hier oben lädt zu ausgiebigen Wanderungen in die nähere Umgebung ein. Das Hotel Panoramico und einige Frühstücksherbergen sorgen für Quartier. Die Chiesa di San Giacomo (Artò) ist nur eine der zahlreichen Kirchen, die man im Gemeindeverbund Madonna del Sasso besuchen kann. Wie auch in der Kirche San Bernardino (ebenfalls in Artò) gibt es hier interessante Fresken zu betrachten. Auf den Piani dei Monti zieht die Pfarrkirche Santa Maria aus dem 16. Jahrhundert viele Gäste an, nicht zuletzt aufgrund der hier aufbewahrten Reliquien. Aus dem 13. Jahrhundert stammt die Kirche der heiligen Maria Magdalena in Centonara, mit einer sehenswerten Darstellung der Kreuzabnahme Jesu aus dem Umfeld des Künstlers Caravaggio.