
Landschaft und Natur
Die Landschaft am Ortasee ist eine besondere. Nicht zu vergleichen mit den Ansichten vom Lago di Como oder Lago Maggiore. Alles ist ein wenig kleiner, lieblicher, wenn man so will. Der See liegt behutsam in seinem Bett begleitet von sanften leicht ansteigenden Uferzonen. Die höchste Erhebung ist demnach der Mottarone, dessen Ausläufer den gesamten östlichen Bereich des Sees prägen. Zum östlichen Süden hin läuft die Landschaft dann flach aus, jedoch nicht so stark wie am Lago Maggiore. Es bleibt leicht hügelig, die Anzahl der Einbuchtungen nimmt zu. Landschaftlich finden sich reizvolle Ecken im Hinterland, die durch einige Wanderwege erschlossen sind. In den Uferbereich liegen die herrschaftlichen Häuser mit schön angelegten Gärten. Nicht immer ist viel davon zu sehen, eher zu erahnen. Die Halbinsel mit dem Hauptort Orta San Giulio ist ein Juwel. Auf wenig Raum finden sich hier alle Facetten einer vielschichtigen Landschaft, das Ufer, der Sacro Monte und der Ort selbst gehen eine unverwechselbare Symbiose ein. Auch die baulichen Merkmale bieten Augenschmaus, zeigt sich der Ort mit engen Gassen, typischen Kirchen und malerischem Hafen von seiner schönsten Seite. Der Sacro Monte ist eine Parkanlage der besonderen Art: 20 Kapellen wurden stilsicher in die Landschaft integriert, mit einem liebvollen Park umgeben und konnten so in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen werden.
Der Blick vom Balkon der Hauptkirche des Parks eröffnet einen tiefen Eindruck vom Westufer, die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso stellt das 'Tüpfelchen auf dem I' dar und erfüllt den Betrachter mit Wohlgefühl. Die Komposition von See, Ufer und steilem Bergmassiv findet wenig Gleichartiges in Oberitalien. In Pella zweigt man über eine steile Bergstraße zur Kirche und entdeckt so die beeindruckende Bergwelt oberhalb des Sees. Viele kleine Orte in den Bergen erweitern die Landschaftsvielfalt der Region. Neben klassischen engen Bergdörfern und bäuerlichen Strukturen findet man genauso zu Feriendomizilen umgebaute Landhäuser. Wer am Ufer bleiben möchte genießt die abenteuerliche Fahrt von Pella nach Ronco, ein schmales Sträßchen direkt über dem Ufer. Das Örtchen selbst liegt reizvoll eng an den steilen Bergen, wagemutig auf ein paar hundert Quadratmetern. Über die Stichstraße geht es zurück in die Berge, landwirtschaftliche Strukturen findet man auch hier und dazu eine schöne Berglandschaft mit tiefen Tälern.
Überhaupt führt die Straße nun Richtung Omegna an fast unberührt scheinender Bergwelt vorbei. Die Talenge bei Omegna, die wiederum durch einige Bergausläufer malerisch unterbrochen ist, nutzt der Fluss Nebiagllo zum Entrinnnen, vereinigt sich wenig später mit dem Fluss Strona bist er zusammen mit dem Fluss Toce in den Lago Maggiore fließt. Mit Obstwiesen und teilweise dichtem Baumbestand zeigt sich die Gegend um Pettenasco.
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